Es ist Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen und in diesem Blogeintrag möchten wir das gern versuchen.
Vereinsarbeit
- Nachdem wir uns im Sommer auf eine Satzung geeinigt hatten, befand sich Freifunk Frankfurt zwei Monate – seit dem Treffen im September – in Gründung. Nun hat sich der Status erneut verändert. Freifunk Frankfurt ist nun ein eingetragener Verein!
- Pawel hat eine Owncloud-Instanz für uns eingerichtet. Dort können wir in Kürze unsere Dateien ablegen, einen Veranstaltungskalender pflegen, Aufgabenlisten und Kontaktinformationen verwalten.
- Ein Vereinskonto wurde von Christof eingerichtet.
Öffentlichkeitsarbeit
- Wilhelm hat unsere Freifunk API auf einen aktuellen Stand gebracht und dabei ein Programm eingebaut, dass die aktuelle Routeranzahl mit einträgt. Wir sind damit auf freifunk.net mit aktuellen Informationen verlinkt.
- Das Projekt “Freifunk in der Leipziger Straße” ist nun abgeschlossen. Pawel, Timur, Olaf, Fredo waren vor Ort und haben den Aufbau nachträglich betreut.
- Wir sind nun stolzer Besitzer von 500 Outdoor-Aufklebern, die Jan über die Berliner Freifunker bestellt hat. Gemeinsam mit den noch verbliebenen 200 Flyern vom Leipziger Straßenfest, die Claudia bestellt hat, haben wir nun einiges an Informaterial.
- Timur und Fredo haben zwei Flashparties organisiert.
- Die Presse beginnt sich für Freifunk zu interessieren. Die Welt und die Frankfurter Rundschau haben bereits über uns berichtet.
Infrastruktur
- Die Frankfurter und Kölner Netze wurden im September voneinander getrennt. Dadurch wurde sichtbar, wie groß das Frankfurter Netz schon ist. Wir hatten direkt nach der Trennung 54 Router online und mehr als 130 gleichzeitige Nutzer. Die Umschaltung verlief problemlos.
- Der Serveraufbau wurde vereinfacht, indem Puppet-Module geschaffen wurden. Christof hat dafür die bereits exstierenden Module aus Köln erweitert.
- Nachdem die Serverüberwachung kurze Zeit nach der Trennung der Netze zeigte, dass einer unserer Supernodes bereits an der Kapazitätsgrenze arbeitete, hat uns Yanosz von den Kölner Freifunkern mit einer KVM-Spende ausgeholfen. Christof hat den Server per Puppet eingerictet
- Die VPN-Zugänge, die uns FFNRW freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, sind nun ausgelaufen. Jan hat sich gekümmert und wir sind nun über andere Anbieter – leider ausschließlich über ipv4 – online.
Firmware
- Nachdem wir mit einer Firmware (0.9.17) Anfang des Jahres gestartet sind, haben wir im Sommer den Umstieg auf den aktuellen Gluon-Zweig (ffmstable-1.7) im Sommer durchgeführt. Das Update verringert den CPU-Bedarf der Router, sodass theoretisch fast der dreifache Durchsatz möglich ist. Außerdem wurden einige Sicherheitsfunktionen eingebaut, die Konfiguration grundlegend überarbeitet und automatische Updates ermöglicht.
- Das Key-upload-Paket, welches die fastd-Schlüssel zu den Supernodes hochlädt hat Christof auf lua umgestellt, sodass es den Anforderungen der Lübecker genügt. Ein Lübecker hat bereits Interesse an dem Paket gezeigt – vielleicht finden wir das mit dem nächsten gluon-release upstream im Lübecker Paketrepository.
- Das Collectd von Openwrt benötigte ein Update von Version 4 auf Version 5. Ansonsten sind die von den Routern aufgenommenen Daten nicht durch unsere Server verwertbar. Christof ist das Problem angegangen, dafür waren Änderungen an der Firmware erforderlich. Auf den ersten Routern mit der aktuellen Entwicklungsversion lassen sich unter https://sstats.ffm.freifunk.net/sstats auch bereits Statistiken betrachten.
- Das Paket für die VLAN-Konfiguration auf dem WAN-Port wurde von Christof gestartet. Das Paket ermöglicht es, den Traffic auf dem WAN-Port des Routers nur auf einem bestimmten VLAN abzuwickeln. Es werden bereits die Routermodelle TP-Link 740, 841 und 4300 unterstützt. Der WDR-3600 ist als weiteres Modell geplant.
laufende Projekte
- Anerkennung der Gemeinnützigkeit: Markus ist zu diesem Zweck im Kontakt mit dem Finanzamt.
- Testroboter: Das Gerät soll Firmwareentwicklung erleichtern indem es auf mehreren Geräten automatische Tests der Entwicklungsfirmware durchführen wird. Dafür werden die Gerätemodelle TL WR-841N, TL-WR4300ND, Nanostation M2 Loco. Alex und Uwe haben bereits begonnen, der erste Aufbau steht bereits. Was noch fehlt sind a) die Software zur Durchführung der Tests und Aufbereitung der Ergebnisse, sowie b) die Schaltungsmöglichkeit der Router, an der Uwe aktuell arbeitet.
- Mobiler Router: Freifunk auf Stadtfesten ist ohne vorhandenes WLAN wenig glaubwürdig. Mobile (batteriebetriebener) Router können das Problem lösen. Johann bereitet entsprechend verpackte Meshnodes vor. Es mangelt noch an einem UMTS-Uplink mit trafficschonender Integration ins Freifunk über ein geeignetes Routingprotokoll.
- Zugang: Wilhelm hat einen Entwurf für eine Routerbestellseite vorbereitet. Nach Klärung der Formalitäten mit dem Finanzamt und den Auswirkungen auf die Gemeinnützigkeit des Vereins können wir diese aktivieren.
Wir bedanken uns bei allen, die zu diesen tollen Ergebnissen beigetragen haben.
Jan, Markus, Christof
